Surfer’s Paradise in St.Peter-Ording

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Frischer Wind in „SPO“ – große Freiheit für hippe Hamburger

Nordfriesland und Neufundland liegen zum Glück weit auseinander; jeweils am anderen Ende des Atlantiks. Andererseits ist St. Peter-Ording auf dem besten Weg nach Long Island, der Halbinsel vor Manhattan und ländlichem Freizeitparadies der New Yorker. Die ist zwar grösser als ganz Nordfriesland – aber es gibt sympathische Parallelen zum Hamburger Hausstrand an der Nordsee.

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Abb. oben: Strandparadies – in der Mitte zwischen Hamburg und Dänemark

Sogar in der Südsee ist ein solcher Strand eine Seltenheit: Endlos! Jedenfalls fürs Auge. Rund zehn Millionen Quadratmeter cremig-weiße, feinsandige Weitläufigkeit. Obendrein eine gigantische Kulisse gekrönt mit hohen, windverwöhnten Nordseewolken. Sand, Himmel und Meer verschmelzen am Horizont. Dieser Strand an der Festlandküste, in der Mitte zwischen Hamburg und Dänemark, ist europaweit konkurrenzlos – 12 Kilometer lang und bis zu zwei Kilometer breit.

Und alle sechs Stunden, im Rhythmus der Gezeiten, wächst das Strandparadies in St. Peter-Ording weit hinein ins Wattenmeer – und wieder sechs Stunden später eine neue Flut. Dann verändert sich nicht nur das Meer; auch der Strand, an den es brandet. Ohne Ende, ohne Anfang. Die Natur in Bewegung. Mit viel Raum für Entspannung und Einsamkeit bis in die Dünen. Mit ebenso viel Raum für Dynamik pur.

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Abb. oben: Frische Brise auf 12 Km Länge und 2 Km Breite

Strand für Alle – aber niemals voll

Diese Besonderheit spiegelt sich im Publikum: So gemischt wie das Treiben in einer Grosstadt. Stille Kurgäste und Senioren im Klimaurlaub. Quirlige Familien mit Kind und Kegel und tobenden Haushunden aller Rassen; wortwörtlich von der Leine gelassen. Ein tierisches Strandvergnügen. Moderne Hippies, partylaunige Studenten, junge Spaß- und Power-Sportler. Das alte Seebad ist unkompliziert; „cool!“

Keine versnobte Etikette, kein spießiges Jedöns, kaum Regeln. Sehr erfreulich! St. Peter-Ording leistet sich diesen seltenen Luxus der totalen Freiheit in freier Natur. Am riesigen Strand verläuft sich alles im Sande; buchstäblich. Jeder nach seiner Fasson, jeder nach Lust und Laune.

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Abb. oben: Verjüngungskur – junge Leute verwandeln das alte Heilbad in die Große Freiheit „SPO“

An den Stränden von St. Peter-Ording ist alles ein bisschen anders. Am Strand ist Parken und Auto erlaubt, Hunde und Pferde dürfen mit ins Wasser, Nudisten baden natürlich nackt, und die Service-Gebäude stehen traditionell auf Pfählen. Einen einzigen Dorfkern gibt es nicht, „SPO“ hat gleich vier Ortsteile: Böhl, Dorf, Bad und Ording – wobei sich die Kureinrichtungen überwiegend in Bad befinden. Das Dorf dagegen hat eher gemütliche Restaurants, schöne Geschäfte und elegante Einfamilienhäuser. In Böhl wohnten vor allem Einheimische, heute stehen auf den großen Grundstücken von Böhl viele Reetdachhäuser.

„SPO“ – der hippe Code für Hamburgs Hausstrand

Vor 30 Jahren war der alte Kurort in eine Art Dornröschenschlaf gefallen. Heute erlebt St. Peter-Ording eine Renaissance. Junge Familien aus Hamburg, nur 1,5 Stunden entfernt – viele haben inzwischen ein Ferienhaus – und Kitesurfer aus ganz Europa und der halben Welt haben der Großen Freiheit an der Nordsee ein hippes Kürzel gegeben: „SPO“. Das passt zum neuen Ambiente, neudeutsch Feeling, das junge Leute mitgebracht haben. Konserviert aus guten alten Hippie-Zeiten der 60er und 70er Jahre an der US-Ostküste zwischen New York und Boston. Aktualisiert mit neuen Wassersport-Ideen; neben dem klassischen Strandsegeln und Katamaransegeln ist „SPO“ heute das deutsche Surfer’s Paradise in allen Varianten, von Kitesurfen bis Kitebuggy.

Am Wasser herrscht immer ein frischer Wind, auch dafür ist St. Peter-Ording bekannt. Die steife Brise machte das Seebad zum beliebten Ziel für Kitesurfer. Seit Jahren wird hier der Kitesurf Weltcup ausgerichtet, weitere grosse Surf-Events sind hinzu gekommen.

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Abb. oben: Das Beach Motel in „SPO“ – endlich eine neue Hotelidee, die an Deutschlands Küsten für frischen Wind sorgen könnte

Das neue Beach Motel – Die Legende lebt

An der Nordsee wohnt man gerne in Ferienhäusern, Ferienwohnungen und kleinen Privathotels. Die einst mondänen Kurbäder wurden nach dem Krieg mit sterilen Kastenhotels verunstaltet, zuletzt mit albernen Schickimicki-Resorts à la Florida und Mittelmeer verfremdet. Auch hier bietet „SPO“ eine neue, frische Idee: Das Beach Motel, eröffnet im Mai 2013.

Im Stil amerikanischer Strandhäuser perfekt in die Dünenlandschaft eingegliedert, direkt am Strand der Surfer. Mit lockerer Freizeit-Atmosphäre. An jeder Ecke schön, aber schlicht – alles mit einem Augenzwinkern gemacht. Auch die Preise sind erschwinglich. Hunde sind willkommen! Für tierischen Besuch gibt es spezielle Hunde-Zimmer und weiteren Service für die mitreisenden Vierbeiner. Mehr über das neue Beach Motel mit seinen altbewährten Ideen auf seiner Homepage und Facebook-Seite.

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Abb. oben: Renaissance der Bulli-Klassiker – Hippie Feeling in St. Peter-Ording

Im Bulli übernachten, im Motel wohnen

Nomen est omen: Motel kommt von Motor Hotel – die waschechte amerikanischen Erfindung  aus den 1920er Jahren, als man erstmals automobil über Land reiste, erlebte ihren Boom in den 60ern. Für alle, die gerne in ihrem VW-Bulli oder Surfer-Van verreisen, hat das Beach Motel geeignete Stellplätze auf seinem Bulli-Parkplatz. Da die Plätze leider limitiert sind und damit der Parkplatz nicht zum Campingplatz mutiert, können nur kleinere Wagen wie VW-Bullis und Vans aufgenommen werden. Große Wohnmobile müssten auf den Campingplatz ausweichen; ganz in der Nähe.

Das ungewöhnliche Motel-Extra: Hier kann man in seinem geliebten VW-Bulli oder Surfer-Van übernachten; alle Bequemlichkeiten des Beach Motels stehen trotzdem zur Verfügung! Dafür zahlt man nur eine kleine Stellgebühr, die das Urlaubsbudget schont. Auf eine heiße Dusche und einen praktischen Neopren-Trockenraum muss dann keiner mehr verzichten.

Sogar mit einem modernen Spa- und Wellness-Zentrum, in dem die jungen Gäste des Beach Motels mit professionellen Tipps für die Haut versorgt werden. Schliesslich ist „SPO“ ein grosses Heilbad. Asthmageplagte lässt es aufatmen, es hilft Allergikern und entlastet Rheumakranke, sein Meeresrauschen beruhigt alle: Die See hat eine enorme Heilkraft. Wer von ihr profitieren möchte, kann im Ort spezielle Kliniken und Thalasso-Zentren besuchen.

Alte Bulli-Romantik für junge Surfer

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Abb. oben: Coastal Style der 1960er Jahre an der US-Ostküste – Nirgendwo sonst haben Surfer, Künstler, Hippies und Superreiche die neue Freiheit und Gelassenheit nachhaltiger geprägt als in Long Island vor New Yorks Manhattan und in Martha’s Vineyard bei Boston

Video oben: Chuck Berry – „Sweet Little Sixteen“ 1958 live at Newport, Rhode Island

Video oben: Pink Floyd – „One of These Days“ 1972 live at Pompeii, Italy

Heilkräfte des Meeres – Tief durchatmen

Die reine, aerosolhaltige Luft erfrischt, entspannt und heilt. Die Bewegung in der intakten Natur wirkt befreiend und harmonisierend auf das Wohlbefinden. Die Inhaltsstoffe des Meerwassers pflegen die Haut. Direkt hinterm Deich liegt das beispielhafte Klinikdorf DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel; bereits seit 100 Jahren in Betrieb. Zugegeben, die Nordsee verwöhnt nicht immer mit ihren Temperaturen, aber man kann auch im Friesennerz Seeluft und Meeresrauschen genießen.

Der Friesennerz kann auch als Öljacke oder Regenjacke mit Kultcharakter bezeichnet werden. Dank einer grossen Kaputze, großer Taschen und einem langen Schnitt hält der Friesennerz nicht nur warm, sondern ist auch beim schlimmsten Wetter garantiert wasserundurchlässig. Zumindest eine Microfaser-Allwetterjacke sollte ohnehin jeder Nordsee-Besucher im Reisegepäck haben. Gutes Wetter ist nun mal Ansichtssache. Aber Schietwetter? – Klima erwartet man, Wetter bekommt man!

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Abb. oben: Reizklima, Luftkur, Heilbad & Co. – Die „DRK-Nordsee-Reha-Klinik Goldene Schlüssel“ in St. Peter-Ording ist Kur-Spezialist seit 100 Jahren

Als der französische Arzt Joseph de la Bonnardière 1867 den Begriff „Thalassotherapie“ prägte, bezog er sich vermutlich auch auf die Erfahrung der alten Griechen (aus dem Griechischen Thalassa = Meer). „Das Meer wäscht alles Übel ab“, sagte etwa Euripides, und auch sein griechischer Landsmann Hippokrates hielt Meerwasser für ein wertvolles Heilmittel. Beispielsweise, um Wunden möglichst ohne Infektionen zum Abheilen zu bringen.

Sabrina Lutz – eine Hamburgerin beim Beetle Kitesurf World Cup

Das immer bestens informierte Online-Magazin Nordsee Kiteboarding berichtete 2012 über das deutsche Freestyle-Talent: Ihre Leidenschaft ist das Kitesurfen, doch ein Großteil ihrer Zeit sitzt Sabrina Lutz in Vorlesungssälen. Die 23-Jährige studiert Textilmanagement, will im nächsten Jahr ihren Abschluss machen und ein eigenes Modelabel gründen. Deshalb muss die viermalige Deutsche Meisterin im Freestyle in der Uni lernen anstatt über das Wasser zu schweben. “In meinem Studienfach besteht Anwesenheitspflicht. Wenn etwas früher Schluss ist, fahre ich manchmal noch nachmittags ans Meer. Ansonsten bleibt zum Training nur das Wochenende.” Und dann geht es in ihrem umgebauten Bus meistens nach St. Peter-Ording, denn das Nordseebad hat es der Hamburgerin angetan.

„Am liebsten bin ich in St. Peter-Ording”, erzählt Sabrina Lutz. In eineinhalb Stunden ist sie an ihrem Home-Spot, dessen Bedingungen für die Kitesurferin perfekt sind. “Hier gibt es Flachwasser und Wellen, je nach Tide unterschiedliche Strömungen und der Wind ist sehr konstant. Da kann man alles trainieren”, schwärmt die 23-Jährige.

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Abb. oben: Sabrina Lutz in St. Peter-Ording – aus Nordsee Kiteboarding Online-Magazin

Ein siebter Rang war 2010 ihre bisher beste Platzierung, im vergangenen Jahr wurde sie am Ordinger Strand Neunte. “Hier sind die besten Kitesurferinnen der Welt am Start, das Niveau ist unglaublich hoch. Aber mit der Unterstützung meiner Freunde und Familie kann ich unter die besten Zehn kommen”, glaubt die Freestylerin. Das größte Kitesurf-Event der Welt ist gleichzeitig der erste World Cup, den Sabrina Lutz in diesem Jahr bei der PKRA Weltserie bestreitet.

Der Beetle Kitesurf World Cup in St. Peter-Ording ist mit 130.000 Zuschauern das größte Kitesurf-Event der Welt. 130 Teilnehmer aus 22 Nationen starteten im vergangenen Jahr am Ordinger Strand und kämpften um ein Gesamtpreisgeld von 52.000 Euro. Der Beetle Kitesurf World Cup ist eine Station der PKRA World Tour und einziger Tourstopp in Deutschland.

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Abb. oben: Beach Volleyball in „SPO“ – Grosstädter bringen ihren Trendsport mit an den Strand. Die Fachsprache ist gewöhungsbedürftig. Man fragt sich, wie die Jugend vor 60 Jahren wohl so viel Spaß am „Boarding“ mit alten Sportspielzeugen haben konnte…?

Für die Senioren am Strand sind die immer neuen Sportarten ein willkommenes Spektakel – auch wenn die Namen der immer neuen Spielzeuge kaum jemand kennt. Muss man auch nicht. Die Fremdwörter sind gewöhnungsbedürftig. Fachsprachen, die irgendwie englisch klingen, die aber auch in Oxford garantiert keiner versteht. Wer Latein und Spanisch zur Hilfe nimmt und die Dialekte der Ureinwohner an den Küsten von Hawaii, Südafrika und Australien studieren würde, der käme den Geheimnissen vielleicht auf die Spur. Aber Kurgäste älteren Semesters haben Besseres zu tun.

Zum Beispiel die Strandsegler begleiten. Das geht auch auf deutsch, flämisch oder französisch, weil das an den längsten Nordseestränden schon seit Jahrhunderten geübt wird. Oder sich in Mußestunden an sein erstes Sportspielzeug erinnern; die eigenen Rollschuhe in den 1950er Jahren. Mit eisernen Rollen und bestenfalls mit einem (noch) nicht kaputten Lederriemen. Die beste Bindung für Schuhsohle und Rollereisen kam aus Omas Keller für Einmachgläser: Dicke rote Gummiringe. Ein halbes Dutzend pro Fuss. Testergebnis: Sehr gut! – ganz ohne Stiftung Warentest.

Wer heutzutage als erwachsener Mensch ein Sportgeschäft besucht, der fragt sich, wie er als Kind vor 60 Jahren wohl das Roller Skating gelernt hat, ohne sich alle Knochen zu brechen? Und wie er wohl einen Riesenspaß am Radfahren auf klapprigen Nachkriegsgestellen haben konnte…? Die Antworten darauf im Artikel „Kinder haben ein Recht auf Schrammen!“

Empfehlungen auf YouTube

Video oben: Kite Cellege Trailer

Video oben: Beetle Kitesurf World Cup, St. Peter-Ording

Video oben: Palmolive Kitesurf World Cup, St. Peter-Ording

Surfen in Frankreich – Atlantik-Wellen in Biarritz

Video oben: Surf-Wellen im Atlantik, Biarritz

Video oben: Swatch Girls Pro France, Biarritz

Video oben: Surf-Schule, Biarritz

Fotos
Aufmacherfoto oben: Nordsee Kiteboarding Magazin, 27339 Riede, www.nordseekiteboarding.de
Weitere Abbildungen: Pressefotos/Pressemappen der Herstellerfirmen oder, sofern nicht namentlich genannt, besteht Creative Commons License (CC) oder Public Domain (PD) oder sonstiges Copyright/Copyleft laut rechtlichem Hinweis in Website Information nach EU-Richtlinie 2000/31/EG.

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